Die Einrichtungsgegenstände im Rosegger-Geburtshaus geben ein Zeugnis des einfachen bäuerlichen Lebens im 19. Jahrhundert. Noch heute erreicht man diesen Ort nur zu Fuß: Ein halbstündiger Spaziergang durch die Alpler Waldlandschaft führt hinauf zum Gebäudeensemble, das aus Wohnhaus, Stallungen sowie Scheune, Feldkasten und Flachsdörrhütte besteht.
Öffnungszeiten:
29.03.2025 - 31.10.2025 Di - So, Feiertag 10.00 bis 17.00 Uhr Letzter Einlass: 16.30 Uhr
1902 entstand in nur fünfmonatiger Bauzeit in Alpl die Waldschule. Durch eine Spendenaktion gelang es Peter Rosegger den Bau zu finanzieren und so der Landflucht entgegen zu wirken. Am 6. Oktober 1902 wurden bereits 23 Kinder unterrichtet. Sie wurden vom 1. Waldschulmeister Leopold Kramar betreut.
In den Klassen selbst stehen die Originalbänke der Schüler, das Podest auf dem der Herr Lehrer stand und unterrichtete. Und auch das erste Klassenbuch ist noch erhalten. Genauso wie die Tafel, die man händisch verschieben musste, und auf der jene Verfügung zu lesen ist, mit der Rosegger bestimmte, dass seine Schule erhalten bleiben muss. Nach der Einstellung des Unterrichts wurde das Haus renoviert und ist seit 1982 Museum. Das Schulzimmer sowie das Roseggerzimmer sind im Original erhalten. Die Waldschule beherbergt zudem das Österreichische Wandermuseum.
Öffnungszeiten 2025:
01.04.2025 - 31.10.2025 Dienstag - Sonntag: 09.00 bis 17.00 Uhr
Eintrittspreise (inkl. Führung) 2025: * Erwachsene: € 5,50 * SchülerInnen, Lehrlinge, Studierende unter 27 Jahren, Präsenz- und Zivildiener: € 2,00 * SchülerInnen im Klassenverband: € 1,50 * Gruppen ab 7 Personen, SeniorInnen, Menschen mit Behinderung: € 5,00 * Kinder unter 6 Jahren: freier Eintritt * Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder unter 14 Jahren): € 11,00
Rosegger-Card/Kombicard (Waldschule, Geburtshaus, Landhaus, St. Kathrein/H.) * Erwachsene: € 10,- pro Person * Familien und Gruppen ab 7 Personen: € 8,50 pro Person
Peter Rosegger machte sich Gedanken, was geschehen solle, wenn die Schule nicht mehr von Kindern besucht würde. Er fasste folgendes am 31. Dezember 1901 zusammen: „Das Schulhaus ist Eigentum der Gemeinde Krieglach. Sollte in Alpl die Schule einmal überflüssig werden, so ist das Schulhaus in irgendeiner guten anderen Art dienstbar zu machen. Zu Gunsten der Alpler, oder wenn solche nicht mehr vorhanden sein sollten, zu Gunsten der ganzen Gemeinde Krieglach – aber stets nur für Lehrzwecke (ist) der Ertrag zu verwenden.“
Bis 1975 wurde sie auch wirklich betrieben, die Schule. Bis nur noch drei Kinder da waren, die ab dann in andere Schulen ausweichen mussten. Unterrichtet wurde von der ersten bis zur achten Klasse in einem Zimmer. Ein Teil beschäftigte sich still, ein anderer wurde im Garten unterrichtet. Ja, Gartenarbeit war genauso ein Fach wie Handwerk. Noch heute sind in der von den Kindern selbst erbauten Werkstätte wahre Schätze an Werkzeug zu sehen.